Das Restaurant Commerce.
Ein kulinarisches Stück Berner Heimat.

Restaurant Café du Commerce
Restaurant Café du Commerce
Restaurant Café du Commerce

Kurze Geschichte des Restaurants

Verpflegt wird man an der Gerechtigkeitsgasse 74 schon seit dem Mittelalter. Im 15. Jahrhundert wurde hier Brot gebacken, dann war da eine Suppenküche und schliesslich wurde es via Café Italien zum Café du Commerce und seit 1987 ist es das Restaurant Commerce.
Vor der Übernahme durch Juan Augé hatten wechselnde Wirte das Lokal als einfache Altstadtbeiz ohne Küche betrieben. Juan Augé liess 1947 eine Küche einbauen und startete damit die Karriere des spanischen Restaurants, was es bis heute geblieben ist. Mit den Nachfolgern Enrique Ros und dann Maria Teresa und Mario Sesiani ist die Leitung des Restaurants sozusagen in Familienbesitz geblieben bis es 2002 an das portugiesische Ehepaar Rui und Anabela Pacheco überging, welches die über fünfzigjährige Tradition des spanischen Spezialitätenrestaurants heute höchst erfolgreich weiterführt.

 

Über 50 Jahre Tradition

2002 erschien das Buch Café du Commerce – Eine Berner Kulturgeschichte von Markus Jakob. Auszüge aus dem Pressetext zum Erscheinen des Buches:

 

Berns glänzendste Epoche als Kunststadt, die fünfziger bis weit in die achtziger Jahre. Es war der Dreh- und Angelpunkt einer Szene, in der eine kunterbunte Schar lokaler Kulturschaffender mit Künstlern von Weltrang zusammentrafen.
Aber das Commerce ist noch mehr. Es blieb, unter wechselnder Leitung äusserlich praktisch unverändert, bis heute auch ein Ort, der den Gegensatz von Bohème, Bourgeois und Handwerker aufhob – und versinnbildlicht so ein schönes Stück Altstadtgeschichte. Wo am einen Tisch Meret Oppenheim ihre Getreuen um sich scharte und daneben ein Bundesrat Gnägi tafelte.
Wo gelegentlich auch ein Louis Armstrong, ein Ionesco, ein Beckett, ein Giacometti gesichtet wurden, und wo Ursula Andress ihren Belmondo hinführte, wo Kunsthalledirektor Rüdlinger sein Büro und die Cavisten ihren Stamm hatten, wo Dieter Roth seine ersten Bücher verkaufte, wo der legendäre Kellner Gabriele mit herbem spanischem Charme die Dekolletés inspizierte.
Der unwehmütige Streifzug führt einerseits auch aus dem Lokal hinaus an die legendären Feste im Hause von Ida Chagall und Franz Meyer, oder an das Künstlerfussballspiel Bern-Deutschland, bei dem sich 1981 Immendorff, Penck und Lüpertz 0:5 geschlagen geben mussten, aber auch bis in die Gegenwart, zumal nun das neue Wirtepaar Pacheco die Beiz zu neuer Blüte führt.